Das Dreieck der Geldfresser im Hotel
Betriebskosten, Fachkräftemangel, Auftragsverlust - wie Hotels Nachhaltigkeit gezielt nutzen können
Betriebskosten, Fachkräftemangel, Auftragsverlust - wie Hotels Nachhaltigkeit gezielt nutzen können
04. Dez 25: Corinna Bode und Manuel Ott, update Ventures
Steigende Energiekosten, fehlende Fachkräfte und neue Anforderungen von Geschäftspartnern oder Gästen: viele Hotels stehen heute unter einem enormen wirtschaftlichen Druck. Dabei wird häufig übersehen, dass nachhaltiges Wirtschaften einer der effektivsten Hebel für Effizienz, Mitarbeiterattraktivität und Wettbewerbsfähigkeit ist. Bereits einige pragmatische ESG-Maßnahmen können messbare Effekte auf die Profitabilität haben.
Das Dreieck der Geldfresser
1. Betriebskosten
Energiekosten sind in den letzten Jahren massiv gestiegen. Hinzu kommen „unsichtbare“ Kosten wie Lebensmittelabfälle, deren tatsächliche Kosten zehnmal höher sind als die reinen Entsorgungskosten. Ein typischer, oft unterschätzter wirtschaftlicher Schaden.
2. Fachkräftemangel
Die Fluktuationsrate ist mit 60-70% in der Hotellerie doppelt so hoch wie der deutsche Durchschnitt. Das führt zu hohen Recruitingkoste, Qualitätsverlus, Mehrbelastung der Team und steigendem Krankenstand.
3. Auftragsverlust im B2B-Geschäft
Gäste, vor allem Firmenkunden, verändern ihre Anforderungen: 90 % der Corporate-Kunden sehen Nachhaltigkeit inzwischen als Top-3-Kriterium bei der Hotelauswahl. Fehlende Nachhaltigkeitsnachweise bedeuten zunehmend verlorene Ausschreibungen.
Nachhaltigkeit als wirtschaftlicher Schlüssel
Die ESG Faktoren sind längst operativer Bestandteil eines Hotelbetriebs, nur werden sie häufig nicht strukturiert genutzt. ESG steht für:
- E – Environment (Umwelt)
- S – Social (Soziales)
- G – Governance (Unternehmensführung)
Es sind genau diese Elemente der Schlüssel, um Betriebskosten zu senke, Mitarbeitende zu halte, das B2B-Geschäft nachhaltig zu sichern. Nachhaltigkeit ist kein Zusatzprojekt, sonder ein wirtschaftlicher Multiplikator.
Konkrete Einsparpotenziale – Das Beispielhotel „Fictivia“
Am Beispiel eines Drei-Sterne-Hotels in München lässt sich zeigen, wie viel Geld sich sofort einsparen lässt:
- 50 Mitarbeitende
- 120 Zimmer inkl. Gastronomie
- 5 Mio. Jahresumsatz
- bislang keine Nachhaltigkeitsmaßnahmen oder Zertifizierungen
A) Energieverbrauch
- Strom & Wärme = 3–6 % der operativen Kosten
- 60 % der CO₂-Emissionen stammen aus diesem Bereich
- Durch einfache Maßnahmen (Wartung, Schulung, Optimierung) sind
10 % Einsparung realistisch → 22.000 € pro Jahr
B) Abfallmanagement
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