Nachhaltige Plastikalternative

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Immer mehr Gastronomen verbannen Plastikbesteck aus ihren Betrieben. Neben Besteck aus Holz oder Papierstrohhalmen gibt es auch noch andere Möglichkeiten. Eine davon bietet Spoontainable.

Was macht Spoontainable?

Spoontainable wurde vor drei Jahren gegründet mit der Vision Plastikbesteck durch plastikfreie Alternativen aus geretteten Kakao oder Haferschleim zu ersetzen. Spoontainable ist zunächst mit einem essbaren Löffel, der vornehmlich für Desserts verwendet wird, an den Markt gegangen. Dieser Löffel kann nach dem Benutzen gegessen werden, d.h. der Löffel ist sehr stabil und hält auch im Eis mind. 60 Minuten. Er ist stabil, weil Kakaofasern oder Haferfasern verwendet werden, die aus wertvollen Ballaststoffen sind. Eigentlich werden diese Fasern in der Lebensmittelherstellung nicht wieder hergenommen, Spoontainable upcycled diese aber, da sie trotzdem noch essbar sind und Spoontainable der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken möchte. Somit bietet Spoontainable eine nachhaltige und plastikfreie Alternative zum herkömmlichen Einwegbesteck, die man auch noch essen kann.

Wird das Besteck gegessen?

Spoontainable hat mit seinen bisherigen Kunden gesprochen und das durchschnittliche Feedback ist, dass ca. 70% der Kunden den Löffel mitessen. Die Kunden, die den Löffel nicht mitessen wollen, können diesen ohne schlechtes Gewissen entsorgen, da er ohnehin aus Reststoffen besteht.

Wie erlebt man Spoontainable als Verbraucher?

Der Löffel von Spoontainable soll nicht primär sein, sondern das Produkt soll im Fokus stehen. Deshalb ist der Geschmack sehr neutral gehalten und man hat ein angenehmes Mundgefühl. Es ist wie eine Art Keks, die man essen würde. Der Löffel „Spoonie“ ist sehr knusprig und hart, was er auch sein muss, um damit das Dessert zu verspeisen. Darüber hinaus ist der Löffel auch noch vegan und das „Wechoc“ sogar glutenfrei. Es macht also Spaß, mit der nachhaltigen Plastikalternative von Spoontainable sein Dessert zu essen.

Wie wurden die Produkte von Spoontainable entwickelt?

Der „Spoonie“ wurde ganz klassisch zunächst in der WG Küche entwickelt, woraus dann die ersten Prototypen entstanden. Mit diesen sind die beiden Gründerinnen von Spoontainable Julia und Amelie zu Eisdielen gegangen, um sich Feedback einzuholen. Um die hergestellten Lebensmittel auch verkaufen zu können, folgte der Umstieg von der WG Küche zur richtigen Maschine. Hierfür wurde ein Lohnhersteller gefunden, mit dem Spoontainable auch heute noch zusammenarbeitet. Dort wurde versucht, die Idee an der Maschine zu adaptieren, sodass die Produkte skalierbar sind, d.h. es bestehen keine Lieferengpässe, weil eine halbe Million Löffel pro Tag produziert werden können. Spoontainable hat dann mit vielen Eisdielen nochmals an der Rezeptur gefeilt. Ganz am Anfang enthielten die Produkte beispielsweise noch E-Stoffe (Lebensmittelzusatzstoffe), die jetzt gar nicht mehr vorhanden sind. Spoontainable versucht immer mit dem Kunden gemeinsam die Optimierung durchzuführen sowie an der Stabilität und dem Geschmack zu arbeiten, um das Produkt stetig weiterzuentwickeln.

Können aus dem Werkstoff weitere Produkte hergestellt werden?

Man kann nicht nur essbares Besteck daraus herstellen, beispielsweise stellt Spoontainable auch essbare Rührstäbchen damit her. Man kann aber auch noch andere Produkte damit herstellen, da die Schalen- oder Faserreste vielseitig einsetzbar sind. Es gibt auch andere Startups, die daraus zum Beispiel Getränke herstellen oder Energieerzeugungssysteme aufgebaut haben. Somit ist es ein sehr wertvoller Stoff, den Spoontainable verwendet, der auch in Massen vorkommt und in Bezug auf Nachhaltigkeit kaum zu übertreffen ist.

Wo ist Spoontainable preislich positioniert?

Der Holzpreis oder auch der Preis für den PLA Löffel, der zurzeit noch häufig genutzt wird, liegt bei ungefähr einem Cent oder sogar noch weniger. Der Löffel von Spoontainable kostet zwischen vier und sieben Cent je nach Abnahmemenge und, ob es sich um Händler- oder Gastropreise handelt. Im Vergleich zum Metalllöffel liegt der Preis von Spoontainable darunter, da für die Nutzung des Metalllöffels inkl. Spülen ca. zehn Cent beträgt. Außerdem sollte der Marketingeffekt nicht außer Acht gelassen werden. Wenn man seinem Kunden eine essbare und nachhaltige Plastikalternative anbietet, zeigt man dem Kunden, dass Nachhaltigkeit auf jeder Ebene eine wichtige Rolle im eigenen Betrieb spielt. Das kann auch nochmals eine große Wirkung hervorrufen und zusätzlichen Mehrwert bieten.

Wo liegt der Fokus bei der weiteren Produktentwicklung?

Das Ziel von Spoontainable ist es, jeden Kundenwunsch erfüllen zu können. Gerade liegt der Fokus von Spootainable aber darauf, verschiedene Produktalternativen bieten zu können, d.h. verschiedene Besteckalternativen und zusätzlich in Zukunft auch Becheralternativen oder anderes Besteck, das man kompostieren oder essen kann. Spoontainable ist zurzeit dabei, die Produktion zu optimieren, und möchte nächstes Jahr schon die ersten Lösungen anbieten. Im zweiten Schritt soll dann neben der Produktvielfalt auch an den Geschmacksrichtungen gearbeitet werden. Spoontainable möchte flexibler auf Kundenwünsche eingehen können und beispielsweise einen Erdbeer- oder Vanillelöffel anbieten.

Wann eignet sich welches Einweggeschirr?

Hierfür sollte man sich die gesamte Nachhaltigkeit ansehen. Das Problem, das man grundsätzlich als Unternehmer hat, ist Greenwashing, beispielsweise ist Bio Plastik nicht viel besser als normales Plastik und so verhält es sich auch mit anderen organischen Produkten. Daher sollte berücksichtigt werden, wo die Produkte herkommen (Spoontainable wird z. B. in Deutschland hergestellt), welche Use Cases es gibt und welche Mission das Unternehmen verfolgt.

Warum sollte sich jeder mit Spoontainable näher befassen?

Spoontainable ist nicht nur authentisch, sondern auch transparent und möchte mit seinem Einfluss etwas im Sinne der Nachhaltigkeit bewegen und in kleinen Schritten eine große Veränderung bewirken.

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