Besonders in Zeiten von Corona hat das Mitnahmegeschäft stark an Bedeutung gewonnen. Doch durch die Mitnahme von Speisen und Getränken entsteht eine große Menge an zusätzlichem Verpackungsmüll. Deshalb bieten immer mehr Unternehmen Mehrwegsysteme mit dem Ziel an, Verpackungsmüll zu vermeiden, bevor er entsteht. Dieses Ziel verfolg auch Isabelle Weigand mit ihrem digitalen Mehrwegsystem von Skoonu.

Die Idee von skoonu

Die Idee für Skoonu entwickelte sich bei Isabelle Weigand im Jahr 2018, als nach dem Abendessen nur noch leere Sushi Verpackungen übrig geblieben sind. Gestartet hat Skoonu dann am 20. Mai letzten Jahres in Österreich, indem erste Lokale mit Mehrwegschalen beliefert wurden. Der Firmensitz von Skoonu befindet sich in Wien, wo Skoonu zunächst ausschließlich tätig war. Seit April 2021 ist Skoonu aber auch außerhalb von Wien aktiv. Begonnen hat das zunächst mit 15 Betrieben im oberösterreichischen Vöcklabruck und danach folgte die Stadt Graz in der Steiermark. Anfang September soll dann auch Linz hinzukommen und als nächstes sollen Salzburg und München folgen. Es ist also ein internationaler Rollout geplant, denn das durch Einwegverpackungen produzierte Müllproblem ist nicht nur regional. Hierbei hat Skoonu versucht, für verschiedene Küchen eine gute Lösung anzubieten.

wie funktioniert skoonu?

Grundsätzlich unterscheidet sich Skoonu nicht von anderen Anbietern am Markt. Bei Skoonu handelt es sich um ein pfandfreies Mehrwegsystem, d.h. die Endverbraucher müssen kein Pfand für die Mehrwegbehälter bezahlen. Allerdings stellt eine App eine Voraussetzung für die Nutzung von Skoonu dar. Diese verbindet den Skoonu Gastronomen mit dem Endverbraucher. Somit weiß Skoonu genau, wann der Gastronom ein Geschirr ausgegeben und wer das Geschirr in Empfang genommen hat. Innerhalb von 21 Tagen muss der Endverbraucher das Geschirr bei einem Skoonu Partner seiner Wahl wieder  returnieren.

WIE LÄUFT DIE BESTELLUNG AB?

Wenn der Gast vor Ort im Lokal ist, lädt er sich während der Bestellung die App herunter, registriert sich und bestellt dann das Essen im Skoonu Geschirr, generiert eine TAN, die dann dem Gastronomen übermittelt werden muss. Dieser tippt die vierstellige TAN in seiner App Oberfläche ein und wählt das entsprechende Gebinde. Dieser wandert dann vom Gastronomiebetrieb zum Gast. Ab der Übergabe muss sich der Gastronom nicht mehr um den Rücklauf kümmern, sondern Skoonu übernimmt das Tracking und erinnert den Kunden per E-Mail daran, dass Geschirr binnen 21 Tage zurückzugeben. Ansonsten fallen für den Kunden am 22. Tag Kosten an. Das Geschirr muss bei der Rückgabe zumindest so abgespült sein, dass sich kein Schimmel bilden kann und es nicht unappetitlich ist.

welche behälter gibt es?

Skoonus Mehrwegbehälter sind in fünf verschiedenen Größen erhältlich. Das Geschirr besteht aus einem Edelstahl Unterteil und einem Polypropylen Deckel mit vier Laschen, abgedichtet durch einen Silikonring, wodurch heiße Flüssigkeiten wie Suppen, Curry oder Phos gut verpackt werden können und tropfsicher beim Kunden ankommen. Viele Endverbraucher möchten das Geschirr von Skoonu auch kaufen, da es sehr vielseitig ist. Der Edelstahl ist eine Speziallegierung, die auf und in allen Herdarten erwärmbar ist, d.h. man kann den Behälter ohne Deckel in die Mikrowelle stellen, auf Induktion, Gas oder Ceran erwärmen sowie im Backrohr. Zudem kann der Behälter auch eingefroren werden und sie sind kratzfest, sodass sich keine Keime bilden können

Wie können Gastronomen bei Skoonu teilnehmen?

Um bei Skoonu teilzunehmen, müssen Gastronomen per E-Mail oder Telefon gewisse Kontaktdaten und Fotos zusenden. Skoonu erstellt dann eine eigene App Surface für den Betrieb und das gewünschte Geschirr. Skoonu schickt auch gerne ein Testgebinde zu. Danach wird der Betrieb mit einer bestimmten Stückzahl an Geschirr ausgestattet und ab diesem Zeitpunkt geht es los. Die Gastronomiebetriebe waschen das benutzte Gebinde selbst in ihrem Waschkreislauf. Nur falls ein Betrieb eine „gute Sammelstelle“ darstellt und dort mehr Geschirr abgegeben als gebraucht wird, dann kommt Skoonu vor Ort, holt es ab, reinigt das Geschirr und verteilt es um.

Wie viel kostet Skoonu den Gastronomen?

Der Gastronomiebetrieb zahlt wie für Einweggebinde auch eine Benutzungsgebühr. Hierbei gibt es Preisstaffelungen und Mengenrabatte. Die Preisstaffelung geht bei elf Cent für das kleinste Gebinde los und hört bei 39 Cent für die größte Box auf, d.h. Skoonu liegt ungefähr im Preisgefüge von nachhaltigem Einweggeschirr mit dem Vorteil, dass das Geschirr in allen Herdarten erwärmbar und 100%-ig dicht ist. 

Die Vorteile von Skoonu im Überblick

Skoonu grenzt sich von den anderen Anbietern am Markt durch seine Vielseitigkeit ab. Die Mehrwegbehälter sind überall erwärmbar (Induktion, Ceran, Gas, Mikrowelle, Backrohr) und einfrierbar. Zudem gilt Edelstahl als hochwertigste Legierung, wodurch keinerlei Geschmacksverfälschung entstehen kann, die Behälter nach einem Waschgang wieder wie neu sind und 100%-ig hygienisch sowie frei von Schadstoffen sind.

Skoonus Ziele und Entwicklungsschritte

Das Netzwerk von Skoonu soll so dicht wie möglich werden, um somit den Komfort für die Endverbraucher zu steigern. Außerdem soll zukünftig auch die Abholung der Behälter organisiert werden, sodass der Endverbraucher dann nur das Essen bestellen und sich dann weder um das Kochen aktiv noch um das Returnieren kümmern muss

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