Die gesamte Gastronomie Branche sehnt sich nach einem baldigen Öffnungstermin und Eines steht fest: Betriebe mit Außengastronomie sind klar im Vorteil, denn das Verhalten und der Anspruch der Gäste haben sich seit der Corona Pandemie stark verändert. Die Außengastronomie ist mehr als je zuvor zu einer beliebten Anlaufstelle bei den Gästen geworden und erwirtschaftet oftmals 40 – 50% des Jahresumsatzes. Außerdem dient sie als Kompensation, wenn Gäste aufgrund der neuen Corona Regulierungen nicht im Innenraum empfangen werden können. Deshalb gilt es nun, Outdoor Projekte anzugehen. Doch was ist bei der Planung und bei dem Betrieb von Außenflächen zu beachten?

Planung - Wie soll der Außenbereich gestaltet werden?

Die Außengastronomie kann als zweiter Betrieb angesehen werden, für den ein individuelles Konzept entworfen werden sollte. Zunächst ist hierfür eine umfassende Planung mit Fachleuten von großer Bedeutung. Diese umfasst die

Dabei sollte der gesamte Betrieb und die Gästestruktur analysiert werden. Mitinbegriffen ist auch die Flächenplanung. Es gilt, die Fläche genau zu analysieren und Wettereinflüsse zu berücksichtigen. Dann kann eine Terrassenplanung erstellt und benötigte Produkte definiert werden. Außerdem sollte festgelegt werden, welche Art von Geschäft erwartet wird, denn die Aufteilung und Gestaltung der Terrasse ist abhängig vom jeweiligen Betriebstyp. Wenn die Planung abgeschlossen ist, kann mit der Umsetzung begonnen werden.

Umsetzung und Grundausstattung eines Außenbereichs

Bei der Umsetzung sind Vorlaufzeiten und folgende Schritte und Fragen zu berücksichtigen:

Das Mobiliar sollte sorgfältig ausgewählt werden, einladend wirken und die verfügbare Fläche optimal ausnutzen. Dabei spielen Kriterien wie die Wetterfestigkeit, Gemütlichkeit, die sich auf die Verweildauer der Gäste auswirkt, Stapelbarkeit und verschiedene Größen der Sitzgruppen eine wichtige Rolle. Nicht fehlen dürfen Überdachungen, ein Sonnen- und Regenschutz, Heizstrahler sowie Windschutzanlagen, die gleichzeitig einen erhöhten Lärmschutz bieten. Wenn die Grundlagen geschaffen sind, sollte mithilfe von Deko ein ansprechendes Ambiente und ein rundes Gesamtbild entstehen. Attraktive Terrassen können als Visitenkarte eines Betriebes gesehen werden und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Abschließend ist zu beachten, bei der Gestaltung des Außenbereichs immer auf Fachbetriebe und nicht auf Baumärkte zurückzugreifen, da diese über gastronomisches Verständnis verfügen und sich speziell an die Anforderungen des Betriebes anpassen.

Finanzierung - Welche Möglichkeiten gibt es?

Der Ausbau der Außengastronomie erfordert natürlich Investitionen. Hierbei sollten die Gesamtkosten kalkuliert werden, welche dann auf die zukünftige Kapazität und neu entstehende Öffnungszeiten auf der Terrasse umgelegt werden können. Das Umsatzpotential auf drei bis fünf Jahre hochaddiert, ermöglicht es, Entscheidungen über die Investitionshöhe leichter zu treffen. Bei einem gut geführten Betrieb können Investitionen durchaus innerhalb eines Jahres amortisiert werden. Außerdem stehen der Gastronomie verschiedene Förderprogramme zur Verfügung, weil die Branche besonders schwer von der Corona Krise betroffen ist. Es sind Zuschüsse in Höhe von 80% möglich, allerdings können die Bedingungen für den Erhalt von Fördermitteln variieren. Informationen über Förderprogramme sind entweder über die Dehoga oder die Webseiten der jeweiligen Länder, Städte und Kommunen abrufbar.

Erfolgsrezept für die Außengastronomie

Zusammengefasst bestehen folgende Anforderungen für einen erfolgreichen Betrieb der Außengastronomie:

Zukunftsausblick - Wie wird es nach der corona Pandemie weitergehen?

Die Außenfläche wird zukünftig ein wichtiger Bestandteil in der Gastronomie sein. Gäste werden gezielter auswählen, wohin sie gehen, und die Qualität eines Betriebes anhand seiner Außengastronomie messen. Daher sollten die neuen Gewohnheiten der Gäste berücksichtigt werden, indem z. B. ausreichend Abstand zwischen den Tischen besteht. Des Weiteren nimmt beispielsweise auch die Anzahl an E-Bike Fahrern zu, sodass eine Ladestation in Erwägung gezogen werden kann, um weitere Gäste anzusprechen. Welches Konzept auch immer verfolgt wird, der Außenbereich darf dabei nicht fehlen, denn das draußen Sitzen und Genießen gehört nun zum modernen Lifestyle.